De Azevedo Camargo bringt Glaronia in die Finalrunde

24. Januar 2016

Mit einem Auswärtssieg in Luzern demonstrieren die Glarner Volleyballerinnen Stärke und sichern sich souverän den zweiten Tabellenplatz und damit den Einzug in die Playoffs.

 

Glaronia knüpfte an die guten Leistungen der letzten Spiele an und begann überzeugend. Offenbar überraschte sich das Team selbst, und gegen Mitte des ersten Satzes häuften sich Unsicherheiten und unnötige Fehler. Es brauchte eine starke Serviceserie von de Azevedo Camargo, um sich wieder von den Innerschweizerinnen absetzen zu können, doch dann lief plötzlich nichts mehr bei Glaronia. Die Annahme brach ein, und die einzige gefährliche Waffe war jeweils noch eine Aktion von Passeuse Rroco auf die überragende Brasilianerin im Team von Glaronia. Der Satzball für Luzern war schliesslich ein Servicefehler von Marjanovic – symptomatisch für den schlechten Start der Glarnerinnen und die in der ersten Spielhälfte bescheidene Leistung der leicht kränkelnden Serbin.

Auch der zweite Spielabschnitt lief nicht ganz nach Plan, doch die routinierten de Azevedo Camargo und Rroco hielten Glaronia im Spiel. Eine perfekte Finte der italienischen Passeuse tolerierte der ohnehin sehr streng pfeifende Schiedsrichter, nicht und die entnervte Glarner Kapitänin haute in der Folge den Ball in den Block. Luzern kämpfte um jeden Punkt, Glaronia spielte nun aber vermehrt seine Routine aus, und Hauri stabilisierte die Annahme. Schliesslich glich Marxer mit zwei Assen zum 1:1 aus.

Nun war Glaronia im Spiel, und das Selbstvertrauen war wieder da. Eigentlich hätte man die beiden folgenden Sätze deutlich höher gewinnen können, doch die Fehlerquote war immer noch ein bisschen zu hoch. Auch Aebli zeigte wieder gute Angriffsaktionen, und im letzten Satz gab Marjanovic doch noch Gas und liess ihr Können aufblitzen. Glaronia sicherte sich problemlos die vollen Punkte und damit auch den zweiten Tabellenplatz. Ein ganz wichtiges Saisonziel ist damit erreicht. Noch im Herbst hatte man schwere Zeiten geahbt, doch heute stellt Glaronia ein gut eingespieltes Team, das jeden Gegner schlagen kann.

Bereits heute Sonntag wartet eine grosse Herausforderung: Nachdem man das NLA-Team Toggenburg aus dem Cup geworfen hat, kommt fürs Viertelsfinale Hôtel Cristal VFM nach Glarus, ein Team das nochmals eine Nummer grösser ist.

 

FC Luzern – Glaronia 1:3 (25:23, 21:25, 22:25, 15:25) Halle: Säli Luzern – Zuschauer: 60 Spieldauer: 84 Min. – Schiedsrichter: V. Costanza, I. Lauber

Luzern: Egli, Leemann, Hodel, Andersen. Bitzi, Huez, Lojacono, Bründler, Arnold, Vonarburg. Trainerin: L. Huber

Glaronia: Rroco, de Azevedo Camargo, Aebli, Marjanovic, Marxer, Hauri, Kamer, Schnyder, Rusterholz. Trainer P. Küng

Bemerkungen: Glaronia ohne Lenzinger und Ablondi (Einsatz mit Jona 2. Liga), Kubli (Einsatz mit Glaronia 3. Liga)


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