Glaronia mit erstem Heimsieg der Finalrunde

3. März 2016

Nach eher verhaltenem Beginn bieten die Glarner Volleyballerinnen gegen Therwil schliesslich doch noch eine überzeugende Leistung.

 

Glaronia begann auch diese Partie mit Aebli statt Rroco am Pass, produzierte zu Beginn gleich zwei Annahmefehler, fand dann aber immer besser ins Spiel. Rusterholz erwischte einen guten Start und zeigte gleich einige gelungene Aktionen. Der erste Satz verlief sehr ausgeglichen, mit guten Spielzügen auf beiden Seiten, ebenso aber auch mit unnötigen Fehlern. Glaronia gelang es immer wieder erfolgreich, die Baslerinnen zu blocken, wenn dann aber der nächste Ball als Finte kam, war die Glarner Verteidigung zu wenig aufmerksam. Zum Glück der Einheimischen nutzte Therwil diese Schwäche zu wenig konsequent aus. 22:22 stand der erste Satz, als sich nun doch die Routine der Glarnerinnen vermehrt durchsetzte; eine gute Aktion von Marjanovic und zwei starke Blocks von de Azevedo Camargo brachten schliesslich die 1:0-Führung.

Der zweite Spielabschnitt begann so, wie man sich das aus Glarner Sicht wünschen würde: Aebli spielte einen Ball über Kopf rückwärts auf Marjanovic, und die Serbin verwertete diesen auf überzeugende Weise. Dies wäre nun die Gelegenheit gewesen, das Spiel in den Griff zu bekommen, doch dafür spielte Glaronia in der Annahme zu wenig solide. Asse musste man den Gästen kaum zugestehen, dafür kamen die Annahmen oft zu lange direkt wieder zu den Gegnerinnen, und im zweiten Anlauf punktete Therwil regelmässig. Mit 16:8 führten die Baslerinnen deutlich gegen ein lethargisches Glaronia, als Kubli für Ablondi ins Spiel kam. Die Netstalerin spielte nun Pass, und Aebli griff an. Immerhin kam jetzt wieder mehr Bewegung ins Glarner Spiel, und langsam rückte Glaronia den Gästen näher. Therwil reagierte aber gut auf die starken Glarner Blocks, spielte Finte um Finte und war damit immer erfolgreich. Glaronia schien nun definitiv die Partie aus der Hand gegeben zu haben und überliess den Gästen den zweiten Satz ohne allzu grossen Widerstand.

In unveränderter Aufstellung traten die Glarnerinnen zum dritten Satz an, profitierten gleich von einer starken Serviceserie von de Azevedo Camargo und verschenkten aber den kleinen Vorsprung bald durch erneute Unaufmerksamkeiten. Immerhin gelang es nun öfters, rechtzeitig auf die Therwiler Finten zu reagieren. Lenzinger zeigte einige spektakuläre Verteidigungsaktionen, de Azevedo Camargo agierte resolut und mit wenig Fehlern, so dass sich Glaronia langsam von den Gästen absetzen konnte. Besonders in den lange und hart umkämpften Ballwechseln hatten die Glarnerinnen meist die Nase vorn und sicherten sich jeweils solch wichtige Punkte. Mit einer nun überzeugenden Leistung, nach einem direkten Blockpunkt von Aebli und einem starken Angriff von Marjanovic gewann Glaronia den dritten Spielabschnitt klar.

Therwil steckte keineswegs auf und unternahm nochmals alles, um wieder ins Spiel zu kommen. Bei Glaronia wurde Libera Hauri nun immer öfters gefordert und sie bewies in einigen beindruckenden Verteidigungsaktionen ihre schnelle Reaktion. Die Partie wurde zunehmend hektisch, oft ging es nur noch darum, den Ball irgendwie zu erreichen. Glaronia bewies in diesen Spielsituationen oft starke Nerven. Auch Schiedsrichter Gigante war gefordert, zumal Aebli versuchte, ihn mit einem Service vom Sitz herunterzuschiessen… Die dadurch ausgelöste Heiterkeit tat dem nun starken Glarner Spiel keinen Abbruch. Glaronia setzte sich schliesslich klar durch und sicherte sich erstmals in der Finalrunde die volle Punktezahl.

 

 

 

VBC Glaronia – VB Therwil 3:1 (25:22, 14:25, 25:19, 25:18) Halle: Kantonsschule Glarus – Zuschauer: 60 Spieldauer: 88 Min. – Schiedsrichter: G. Gigante, M. Ciemiega

Glaronia: Rroco, de Azevedo Camargo, Aebli, Marjanovic, Hauri, Kamer, Rusterholz, Marxer, Schnyder, Ablondi, Lenzinger, Kubli. Trainer P. Küng

Therwil: Nussbaumer, Vacilotto, Keller, Wallnöfer, Kühner, Hug, Gysin, Lüdin, Haussener, Siegrist. Coach: D. Imark


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