Glaronia in Fribourg chancenlos

11. März 2016

Mit einem schwachen Auftritt handeln sich die Glarner Volleyballerinnen in Fribourg eine klare Niederlage ein.

Dass es nicht der Tag der Glarnerinnen werden würde, zeichnete sich vielleicht schon auf der Autobahn ab. Aufgrund des Staus traf Glaronia verspätet in Fribourg ein, verschlief dann ein bisschen den ersten Satz, allerdings nicht nur diesen… Glaronia begann mit Rusterholz in der Mitte als Mittelblockerin von Marxer und mit Lenzinger im Aussenangriff. Nach ein paar schwachen Startminuten fand man dann doch besser ins Spiel, kämpfte sich langsam an Fribourg heran und glich sogar zum 15:15 aus. Dies war umso erstaunlicher, als Trainer Küng beim Stand von 8:3 für die Einheimischen, bereits sein erstes Timeout hatte einziehen müssen.

Fribourgs Trainer Steingruber reagierte auf den Glarner Ausgleich auf die für ihn typische Art: Er wechselte gleich drei Spielerinnen aus, brach damit den Rhythmus der Glarnerinnen und bekam die Partie wieder in den Griff. Glaronia musste nun zusehen, wie die Felle davonschwammen und Fribourg immer besser wurde. Kurz vor Satzende kam dann Kamer auf die Aussenangriffsposition, und sie blieb bis zum Spielende, denn sie löste ihre Aufgabe gut.

Weniger überzeugend waren die Leistungen der übrigen Glarnerinnen, vor allem in der Annahme. Ein richtig gefährliches Spiel war damit nicht möglich, Fribourg setzte sich jetzt meist problemlos durch und musste im zweiten Spielabschnitt nicht einmal eine Auszeit beziehen. Ähnlich schwach starteten die Glarnerinnen in den dritten Satz, und ein genervter Trainer musste nach einer Serviceserie der Freiburgerin Brunner beim Stand von 5:0 für die Westschweizerinnen reagieren. Nach dieser Auszeit war mindestens die Serviceserie unterbrochen, und inzwischen war den Glarner Volleyballerin wohl endgültig klar, dass man jetzt auch die letzten Kräfte mobilisieren musste, wenn man nicht mit einer Klatsche nach Hause fahren wollte. Glaronia rückte langsam an die Gastgeberinnen heran, doch diese Leistungssteigerung kam spät. Die Einwechslung von Passeuse Kubli für Universalspielerin Ablondi liess zu, das Aebli nun die Annahme verstärkte. Der Wechsel funktionierte, und eine solide Serviceserie von Kamer liess nochmals etwas Hoffnung aufkeimen. Mehrmals wurden Satzbälle von Fribourg abgewehrt, und beim Stand von 24:22 nahm Steingruber sein Timeout. Das war es dann auch schon, denn der nächste Punkt ging an ein Fribourg, das durchwegs überzeugte und sich den klaren Sieg verdient hatte. Nach der knappen Heimniederlage im Februar hatte Glaronia damit auswärts durchwegs enttäuscht. Am kommenden Samstag gegen Genève Volley wird man mindestens zwei Gänge höher schalten müssen.

VBC Fribourg – VBC Glaronia 3:0 (25:20, 25:15, 25:22) Halle: Salle du Belluard – Zuschauer: 80 Spieldauer: 61 Min. – Schiedsrichter: T. Mordasini, M. Jungen

Fribourg: Schnetzer, Altermatt, Pierret, N. Dietrich, Manzoni Volpi, Javet, Buschor, J. Dietrich, Gachoud, Knutti, Leite Pereira. Coach: F. Steingruber

Glaronia: Rroco, de Azevedo Camargo, Aebli, Marjanovic, Hauri, Kamer, Rusterholz, Marxer, Schnyder, Ablondi, Lenzinger. Trainer P. Küng


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