Glaronia holt in Aadorf nur einen Punkt

15. November 2016

Eine 2:0-Führung geben die Glarner Volleyballerinnen ab und verlieren im Thurgau die Partie knapp.

Nach der starken Serie der letzten Wochen erlitt Glaronia nun einen herben Rückschlag: In Aadorf wollte man weiterhin die Ungeschlagenheit verteidigen, begann auch selbstbewusst und dominierte den ersten Satz, obwohl die ersten Punkte an die Einheimischen gingen. Doch nach dem Timeout beim Stand von 4:7 fand Glaronia zu seinem Spiel. Mehr noch als sonst überzeugte dabei das Ausländerinnentrio mit Rroco, de Azevedo Camargo und Marjanovic.

Weil auch im zweiten Satz die Glarner Annahme nicht wirklich gut funktionierte, musste die italienische Passeuse erneut Captain de Azevedo Camargo forcieren. Die Brasilianerin wurde extrem gefordert, während die Schweizerinnen im Glarner Team eine diskrete Leistung zeigten. Glaronia profitierte nun auch von den Fehlern von Aadorf, und die taktische Einwechslung von Hauri für Lenzinger führte zum raschen Satzende zu Gunsten der Gäste.

Trotz einer 2:0 Führung in dieser umkämpften Auswärtspartie konnte Trainer Küng jedoch nicht zufrieden sein: Glaronia setzte diesmal seine Anweisungen ungenügend um, die Annahme patzte regelmässig, und die Schweizerinnen im Team versagten auch im Angriff.

Die Quittung kam dann schon im dritten Satz: Aadorf verstand es, noch einmal etwas zuzulegen und das Blatt zu wenden.  Küng reagierte durch die Einwechslung von Ludwig im Angriff und von Feusi als Libera, die eine überzeugende Leistung ablieferte. Um Aadorf zu stoppen, reichte das aber nicht.

Als die Glarnerinnen im vierten Satz mit 4:0 Punkten führten, konnte man noch auf einen Vollerfolg hoffen, doch wenn auch die Erfahrenen Spielerinnen unter den Schweizerinnen derart von der Rolle sind, kann man ein so ausgeglichenes Team wie Aadorf nicht schlagen. Die Konsequenz war, dass man nach einem so verheissungsvollen Anfang noch ins Tiebreak musste. Erneute waren Siegeschancen da; man hätte sie nur nutzen müssen, denn beim Seitenwechsel führte Glaronia mit 8:7 Punkten. Michelle Egger zerstörte dann die Glarner Hoffnungen mit sechs Aufschlägen in Serie, die nicht unhaltbar waren, aber gut genug, um die schwache Glarner Annahme so unter Druck zu setzen, dass Glaronia nicht mehr reagieren konnte.

Nun kann man aus Glarner Sicht nur hoffen, dass sich der Dämpfer, den man von Aadorf erhalten hat, positiv auf die kommenden Partien auswirken wird.

Volleyball Frauen NLB Qualifikation:

VBC Aadorf – VBC Glaronia 3:2 (22:25, 21:25, 25:18, 25:23, 15:10) Halle: Löhracker, Aadorf – Zuschauer: 120 – Spieldauer: 111 Min. – Schiedsrichter: M. Becker, H. Hofmann

Aadorf: N. Lutz, Albertini, Yürükalan, Koch, Hasler, Widmer, A. Lutz, Egger, Meili, Pantaleoni. Coach: F. Strohm

Glaronia: Rroco, de Azevedo Camargo, Marjanovic, Hauri, Kamer, Schnyder, Feusi, Rusterholz, Lenzinger, Cetojevic, Ludwig. Trainer P. Küng

Bemerkungen: Glaronia ohne Aebli und Nicoli (beide verletzt)


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