Glaronia erreicht Finalrunde

9. Januar 2017

Mit einen knappen Sieg in Ruswil erkämpfen sich die Glarner Volleyballerinnen bereits zwei Runden vor Ende der Qualifikation die definitive Teilnahme an der Finalrunde.

Glaronia begann die Partie mit allergrössten Problemen in der Annahme und hatte vorerst nicht den Hauch einer Chance gegen die viel solideren Luzernerinnen. Ruswil profitierte dabei allerdings einmal mehr massiv von den irregulären Bedingungen in der viel zu engen Halle. Dafür, dass die Glarnerinnen praktisch jeden Ball verpatzten, reichte diese allerdings nicht als Erklärung. Die Einheimischen konnten tun und lassen, was sie wollten. Limacher-Emmengger und die 18-jährige Esmée Böbner liessen Glaronia ganz schwach aussehen.

Bereits zu Beginn des zweiten Satzes schienen die Glarnerinnen jedoch Boden unter den Füssen gefunden zu haben. Libera Feusi brachte bessere Annahmen, doch auch Marjanovic und de Azevedo Camargo halfen kräftig mit. Gute Szenen hatte auch Hauri, die nun neu auf dem Feld stand. Einmal mehr beeindruckte sie mit starken Serviceserien, die den Grundstein zum Glarner Satzgewinn bildeten. Die junge und doch schon routinierte Glaronia-Spielerin kommt mit den beengenden Verhältnissen in Ruswil immer bestens zurecht. Sie brachte die Luzerner Annahme ins Wanken und beendete den zweiten Satz mit einem weiteren Ass.

Ruswil gab sich allerdings keineswegs geschlagen, spielte hervorragend auf, verteidigte aufopfernd und schaffte es, die sonst unhaltbaren Bälle von Marjanovic im Spiel zu halten. Die Serbin feierte zwar an diesem Samstag das orthodoxe Weihnachtsfest, doch in Ruswil gab es keine Geschenke. Sonst ein sicherer Wert mit maximaler Quote an Punkten im Verhältnis zu den Aktionen, traf Marjanovic für einmal auf einen Gegner, der optimal auf sie eingestellt war. Ruswil ging in der Folge mit 2:1 Sätzen in Führung.

Im vierten Satz stand nun Glaronia mit dem Rücken zur Wand. Die Begegnung wurde zeitweise zum Privatduell zwischen Limacher-Emmengger und de Azevedo Camargo. Die beiden Routiniers schenkten sich dabei nichts, wobei die Brasilianerin im Glarner Team immer wieder hervorragend von Passeuse Rroco eingesetzt wurde.  Die Partie wog hin und her, mit leichten Vorteilen für Glaronia. Ruswil glich dann auf 18:18 aus, vermeintlich allerdings nur, denn der Schiedsrichter entdeckte einen Aufstellungsfehler und Glaronia führte mit 19:17 Punkten. Gegen das Satzende hin lief es ebenfalls gut für Glaronia: Blockpunkt von Nicoli und zwei Punkte von de Azevedo Camargo – Glaronia hatte sich das Tiebreak erkämpft.

Erneut mussten die Glarnerinnen hartes Brot essen, denn beim Seitenwechsel lagen sie nach Annahmefehlern mit 3:8 hinten und hatten den Entscheidungssatz praktisch schon verloren. Jetzt zeigte Ruswil plötzlich Nerven, während de Azevedo Camargo mit einer starken Serviceserie Druck machte. Die Einheimischen produzierten Fehler, und Glaronia schlug zu. 14:12 führte Glaronia, und in einem langen Ballwechsel setzte Rroco Marjanovic dreimal in Folge ein, immer wieder verteidigte Ruswil, setze dann aber den Ball ins Out.

Glaronia hat damit ein wichtiges Ziel erreicht und kann nun die letzten beiden Partien der Qualifikation locker angehen.

Volleyball Frauen NLB:

VB Fides Ruswil – VBC Glaronia 2:3 (25:10, 15:25, 25:20, 20:25, 12:15) Halle: Dorf, Ruswil – Zuschauer: 100 Spieldauer: 98 Min. – Schiedsrichter: H. Spahni, S. Dzankovic

Glaronia: Rroco, de Azevedo Camargo, Marjanovic, Hauri, Kamer, Schnyder, Feusi, Rusterholz, Lenzinger, Ludwig, Cetojevic, Nicoli. Coach:  P. Küng

Fides Ruswil: Bättig, L. Böbner, E. Böbner, Bogosavljevic, Bühler, Furrer, Kesten, Limacher-Emmenegger, Niederberger-Wittwer, Baumann, Seiler, Seghers.  Coach: P. Marti

Bemerkungen: Glaronia ohne Aebli (verletzt)


Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.