Glaronia unterliegt Aadorf erneut ganz knapp

16. Januar 2017

Captain de Azevedo Camargo fällt verletzt aus, und die Glarnerinnen müssen sich nach einem verpassten Matchball  knapp geschlagen geben.

Frei von irgendwelchen Belastungen konnten die Glarner Volleyballerinnen gegen Aadorf aufspielen, denn die Finalrunde und damit das wichtigste Saisonziel haben sie schon am letzten Wochenende erreicht. Trotzdem waren sie hochmotiviert, sich für die 2:3-Niederlage in der Qualifikation zu revanchieren und begannen dann auch mit einer starken Leistung. Aadorf hatte dem souveränen Auftritt der Glarnerinnen nichts Gleichwertiges entgegen zu setzen. Die Glarner Annahme war einigermassen solide, Rroco konnte das Spiel gut verteilen, wobei vor allem Lenzinger in Angriff eine besonders starke Leistung zeigte. Weil für einmal nicht nur Marjanovic und de Azevedo Camargo punkteten, stand der Aadorfer Block vor einer schwierigen Aufgabe.

Ähnlich stark begannen die Glarnerinnen dann auch im zweiten Satz, wobei nun  Rusterholz für Nicoli auf die Mitteposition kam. Zu einem kurzen Einsatz kam auch Aebli, die endlich wieder einmal auf dem Spielfeld stehen durfte, nachdem sie seit dem Sommer nur noch Aufbautraining zur Bewältigung ihrer Rückenprobleme absolvieren durfte. Ihr Comeback verlief insofern erfolgreich, als sie schmerzfrei spielen konnte. Glaronia gewann dann auch den zweiten Satz, doch der Widerstand der Thurgauer Gäste wuchs spürbar.

Sollte es gelingen, die starken Aadorferinnen so schnell abzufertigen? So einfach war dies dann doch nicht, denn jetzt wuchs der Kampfgeist der Gäste. Captain Nina Lutz war am Netz immer öfters erfolgreich, und Glaronia musste nochmals einen Zacken zulegen. Beim Stand von 11:10 für die Gäste schied dann de Azevedo Camargo mit muskulären Problemen verletzt aus. Von einem Schock, dass man nun ohne die herausragende Angreiferin im Glarner Team spielen musste, war allerdings nichts zu spüren. Auf ihrer Position spielte jetzt Ludwig, die nicht nur glänzend servierte, sondern auch am Netz hervorragend angriff. Schliesslich wurde sie von Rroco zum Matchball angespielt, setzte dann aber den Angriffsball wenige Zentimeter neben die Linie – dies wäre der klare Sieg für die Glarnerinnen gewesen.

Aadorf nutzt die Chance, gewann den dritten Satz und steigerte sich dann weiter. Nun schien Glaronia wirklich unter Schock zu stehen, denn im vierten Spielabschnitt lief nichts mehr. Weil auch die Annahme einbrach, geriet das Glarner Spiel aus den Fugen, und Aadorf konnte auf 2:2 ausgleichen.

Wer hätte unter diesen Umständen noch auf Glaronia gewettet? Doch das Team fing sich, auch ohne die brasilianische Captain, führte beim Seitenwechsel sogar mit 8:7. Aebli kam wieder aufs Feld, glich mit einem Block auf 12:12 aus, doch dann setzte sich Aadorf doch noch  durch.

Sport kann manchmal hart sein – einige wenige Zentimeter machten den Unterschied zwischen einem 3:0-Sieg und einer 2:3-Niederlage. Trotzdem darf man den jungen Glarnerinnen ein Kompliment machen, wie sie gegen das in der Tabelle vor ihnen liegende Aadorf alles gegeben haben.

Volleyball Frauen NLB Qualifikation:

VBC Glaronia –  VBC Aadorf 2:3 (25:18, 25:23, 26:28, 16:25, 12:15) Halle: Kantonsschule Glarus – Zuschauer: 120 – Spieldauer: 114 Min. – Schiedsrichter: M. Ciemiega, S. Signer

Glaronia: Rroco, de Azevedo Camargo, Marjanovic, Hauri, Kamer, Schnyder, Rusterholz, Lenzinger, Aebli, Nicoli, Ludwig. Trainer P. Küng

Aadorf: N. Lutz, Albertini, Yürükalan, Koch, Hasler, Widmer, A. Lutz, Egger, Meili, Pantaleoni, Oswald. Coach: F. Strohm

Bemerkungen: Glaronia ohne Feusi und ohne Cetojevic (Einsatz mit der zweiten Mannschaft)


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