Glaronia beginnt die Finalrunde mit knapper Heimniederlage

10. Februar 2017

Nach einer zweiwöchigen Pause haben die Glarner Volleyballerinnen den Rhythmus etwas verloren, und sie starten mit Mühe in die Finalrunde.

Unsicherheiten zeigten die Glarnerinnen von Anfang an. Sie verstanden es nicht, NUC Neuchâtel mit dem Service ausreichend unter Druck zu setzen. Die Gäste zeigten am Netz ein solides Angriffsspiel und kontrollierten die Begegnung schon früh. Bei Glaronia spielte die noch leicht angeschlagene de Azevedo Camargo, und Aebli stand erstmals zu Beginn der Partie auf dem Feld. Insgesamt wiesen die Glarnerinnen aber eine zu hohe Fehlerquote auf, um die Gäste ernsthaft bedrängen zu können.

Im zweiten Satz fand Glaronia besser ins Spiel, konnte früh in Führung gehen und mindestens auf dem Niveau der Neuenburgerinnen mithalten. Mit ein paar unüberlegten Aktionen, etwas zu durchsichtigem Spiel und drei individuellen Fehlern ritten sich die Glarnerinnen bei Satzmitte selbst in ein Tief. Hauri ersetzte nun Captain de Azevedo Camargo, Marjanovic kam besser ins Spiel und plötzlich war das Team von Trainer Küng wieder im Geschäft. Jetzt wankte der Block der Gäste, Glaronia legte nochmals zu und Passeuse Rroco griff schliesslich erfolgreich an und glich mit einem Blockout auf 1:1 Sätze aus.

Die Wende zu Gunsten der Einheimischen war dies leider dann doch nicht, denn bei Glaronia spielte einzig Marjanovic fehlerlos, während sich die anderen Spielerinnen vor allem immer wieder Servicefehler leisteten. Die Westschweizerinnen zeigten weiterhin ihr solides, aber unspektakuläres Spiel und setzten sich schnell ab. Zwischendurch sah man zwar ein Aufbäumen der Glarnerinnen, beispielsweise mit zwei starken Anschlägen von Kamer, doch solche Aktionen blieben Strohfeuer. Glaronia musste den Gästen den dritten Satz am Ende praktisch kampflos preisgeben.

Jetzt kam im vierten Satz nun doch frischer Wind ins Glarner Spiel: Hauri eröffnete mit einem guten Angriff, servierte dann solide und die neu eingewechselte Ludwig punktete ebenfalls. Das Spiel der Gäste geriet früh aus den Fugen, so dass ihr Trainer beim Stand von 4:0 für Glaronia die Passeuse auswechselte. Dank einer starken Serviceserie von Rroco konnte sich Glaronia absetzen, und beim Stand von 11:4 musste der Gästetrainer bereits seine zweite Auszeit nehmen. NUC gab aber nicht auf, und eine Serviceserie der eben eingewechselten erst sechzehnjährigen Suriano hätte beinahe die Glarner Hoffnungen zerstört. Die Fehler wechselten sich auf beiden Seiten ab – doch zum Satzende retteten die eben wieder eingewechselte de Azevedo Camargo und Rusterholz mit einem schönen Block ihrem Team das Tiebreak.

Zu schnell konnten sich die Gäste nun absetzen, und als Glaronia 2:7 im Rückstand war, schwanden die Hoffnungen. Denn nach dem Seitenwechsel stand Marjanovic auf der Hinterposition, und es fehlte eine starke Netzspielerin. Diesen Vorsprung konnte NUC bis zum Spielende geschickt verwalten, so dass den Glarnerinnen nur ein Punkt übrig blieb.

Volleyball Frauen NLB Finalrunde:

VBC Glaronia –  VBC NUC II 2:3 (19:25, 25:23, 15:25, 25:20, 10:15) Halle: Kantonsschule Glarus – Zuschauer: 140 – Spieldauer: 101 Min. – Schiedsrichter: R. Demmel, R. Geier

Glaronia: Rroco, de Azevedo Camargo, Marjanovic, Hauri, Kamer, Schnyder, Rusterholz, Lenzinger, Aebli, Nicoli, Ludwig, Feusi, Cetojevic. Coach: P. Küng

NUC II: Schreyer, Suriano, Petitat, Rossier, Sataric, Gossweiler, Portmann, Senn, Wenger, Henriksen. Coach: A. Prununosa


Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.