Glaronia kann das Verliererimage nicht abschütteln

2. März 2017

Auch in Münchenbuchsee können die Glarner Volleyballerinnen die Negativserie nicht unterbrechen, und sie verlieren trotz zwei vielversprechenden Sätzen.

Glaronia hat sich mit dem unerwarteten Leistungseinbruch in der Finalrunde auseinander gesetzt und versucht, die Ursachen zu ermitteln. Mangelhafte Kommunikation auf dem Feld und nicht optimale Teamarbeit waren wohl zwei der Gründe für die eher schwachen Leistungen. Eine ausführliche Aussprache sollte da Abhilfe schaffen, und man durfte gespannt auf deren Wirkung sein.

Die bessere Stimmung im Glarner Team war von Anfang an spürbar, doch auf den Punktestand wirkte sich dies vorerst nicht aus: Glaronia musste die agilen Bernerinnen von Anfang an davonziehen lassen; irgendwie schien alles verhext, und das Spiel lief total gegen die Gäste. Entscheidend war die Serie der 20-jährigen Céline Schmidt, die mit ihrem Sprungservice und neuen Punkten Glaronia beinahe im Alleingang „erledigte“.

Für die Glarner Volleyballerinnen spricht, dass sie sich trotz des klaren Satzverlustes nicht entmutigen liessen, sich gegenseitig unterstützten und im zweiten Spielabschnitt energisch den Neuanfang suchten. Sie machten nun als Team wieder einen starken Eindruck, kämpften füreinander und gaben ihr Bestes. Die starken Bernerinnen wurden jetzt ziemlich gefordert und kamen nicht mehr so leicht zu Punkten. Mit ihrem soliden Block gelang es ihnen jedoch immer wieder, den Glarnerinnen das Leben schwer zu machen. Glaronia hatte die Möglichkeit, den zweiten Satz zu gewinnen, doch in den entscheidenden Phasen fehlte es etwas an Durchschlagskraft, vor allem aber auch am Selbstvertrauen und nötigen Wettkampfglück. Wer immer wieder erlebt hat, wie die wichtigen Punkte kurz vor Satzende an die Gegnerinnen gehen, tut sich besonders schwer mit dieser Situation.  Münchenbuchsee ging deshalb mit 2:0 Sätzen in Führung, sah sich aber weiter einem gut spielenden Glarner Team gegenüber.

Auch im dritten Spielabschnitt kämpfte Glaronia, lag sogar zeitweise vorn, verlor am Ende jedoch trotzdem. Das Fazit von Trainer Küng viel nicht negativ aus: „Wir kommen auf Touren, und die Leistungssteigerung ist offensichtlich. In Punkte umsetzen konnten wir dies heute jedoch nicht.“. Münchenbuchsee war wohl auch nicht der ideale Gegner, um die Fortschritte in Zählbares umzuwandeln. Zu stark sind derzeit die Bernerinnen, die andere Teams oft vom Platz fegen. Glaronia hingegen bleibt weiterhin sieglos, wobei eine Serie von vier Niederlagen noch keine nachhaltigen Schäden hinterlassen sollte. Eine Wende zum Positiven liegt im Bereich des Möglichen.

Volleyball Frauen NLB Finalrunde:

VBC Münchenbuchsee  – VBC Glaronia 3:0 (25:15, 25:22, 25:23) Halle: Sekundarschule Münchenbuchsee  – Zuschauer: 60 Spieldauer: 63 Min. – Schiedsrichter: M. Kühne, P. Graf

VBC Glaronia: Rroco, Aebli, Hauri, Feusi, Marjanovic, Kamer, de Azevedo Camargo, Nicoli, Schnyder, Rusterholz, Lenzinger, Ludwig. Coach:  P. Küng

VBC Münchenbuchsee: Fiechter, Schmidt, Geister, Schürch, Schafflützel, Caluori, Schüpbach, Knuchel, Zurbuchen, Jaggi, Belli, Marand.  Coach: F. Bünger


Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.