Glaronia schafft die Wende nicht

8. März 2017

Im Heimspiel gegen Fribourg gelingt es den Glarner Volleyballerinnen nicht, sich aus dem Dauertief zu erholen. Erneut scheitern sie deutlich, diesmal gegen ein Team, das eine sehr solide Leistung zeigt.

Im ersten Satz gab es zumindest hoffnungsvolle Ansätze im Glarner Spiel: Die Annahme funktionierte für einmal gut, so dass für Passeuse Rroco alle Möglichkeiten offen standen, Fribourg mit geschickten Angriffsaktionen unter Druck zu setzen. Die Glarner Netzspielerinnen bekamen ausreichend Gelegenheiten zu punkten, doch ihre Aktionen waren zu wenig druckvoll, um die starke Freiburger Verteidigung in Bedrängnis zu bringen. Einmal mehr musste Glaronia zusehen, wie die Gegnerinnen fast jeden Ball im Spiel halten konnten. Das Team von Captain de Azevedo Camargo rannte gegen eine Wand, alles kam zurück, und um zu einem Punkt zu kommen, brauchte Glaronia jeweils mehrere  Anläufe und enorm viel Energie.

Dem grossen Aufwand zollten die Glarner Volleyballerinnen immer mehr Tribut: Marjanovic musste erstaunt feststellen, dass auch ihre üblicherweise so gefährlichen Bälle verteidigt wurden, und auch die harten Angriffe von de Azevedo Camargo kamen nicht bis zum Boden. Glaronia musste den umkämpften ersten Satz knapp an die Gäste abgeben. Das Team von Trainer Küng war nahe am Satzgewinn gewesen, und eine weitere Leistungssteigerung hätte einen Erfolg möglich gemacht.

Inzwischen hatte sich Fribourg jedoch bestens auf das Spiel der Glarnerinnen eingestellt: Der Service war nicht wirklich gefährlich und brachte die Gäste nie in Schwierigkeiten. Vor allem aber war es einfach, Glaronia zu blocken. Nicht nur, weil viele Aktionen über de Azevedo Camargo liefen, sondern auch weil das Spiel sehr langsam ablief und Fribourg alle Zeit der Welt hatte, immer einen Zweiterblock zu platzieren. Glaronia wirkte nun immer hilfloser, rannte unter der Führung der brasilianischen Captain beinahe schon verzweifelt gegen Fribourg an, ohne damit etwas bewirken zu können.

Einziger wirklicher Lichtblick war erneut Juniorin Lenzinger, die erfrischend auftrat, sich von der frustrierenden Situation nicht beeindrucken liess und immer wieder punktete. Aber natürlich konnte sie es nicht alleine richten.

In der Pause vor dem dritten Satz ehrte De Azevedo Camargo die ehrenamtlichen Helfer des NLB-Teams und versuchte dann mit letzten Einsatz, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Der Wille war zweifellos da, doch sie war am Ende ihrer Kräfte, und die Einheimischen waren nun absolut chancenlos.

Das Fazit gegen Fribourg war ernüchternd: Von der Leistungssteigerung des letzten Wochenende war nichts mehr zu spüren, der Gegner war eine Klasse besser, und Glaronia hat die Siegermentalität der Qualifikation verloren. Um die Finalrunde noch zu einem versöhnlichen Ende zu bringen, warten nur gerade noch zwei Chancen.

Volleyball Frauen NLB Finalrunde:

VBC Glaronia – VBC Fribourg 0:3 (23:25, 21:25, 17:25) Halle: Kantonsschule Glarus – Zuschauer: 110 Spieldauer: 75 Min. – Schiedsrichter: C. Schemeth, R. Geier

VBC Fribourg: Gachoud, Knutti, Kressler, Pierret, Brunner, Dietrich, Vanis, Marx, Grässli, Leite-Pereira, Rottaris.  Coach: P Gabthuler

VBC Glaronia: Rroco, Aebli, Hauri, Feusi, Marjanovic, Kamer, de Azevedo Camargo, Nicoli, Schnyder, Rusterholz, Lenzinger, Ludwig. Coach:  P. Küng


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