Glaronia kann Niederlagenserie nicht stoppen

13. März 2017

In Neuenburg zeigen die Glarner Volleyballerinnen zwei ansprechende Sätze, kassieren dann aber doch wieder eine deutliche Niederlage.

Glaronia trat ohne die kranke Ludwig und die aus beruflichen Gründen abwesende Libera Feusi an, dafür mit Kamer.  Nicoli und Rusterholz spielten im Mittelangriff und Marjanovic als Diagonalspielerin.  Dass man nach der Niederlagenserie etwas umstellen musste, war für Trainer Küng klar, und sein Team hatte gleich einen guten Start: Glaronia zeigte wieder etwas Selbstvertrauen, hielt die Neuenburgerinnen immer etwas auf Distanz und hatte beim Stand von 24:21 drei Satzbälle. Die Chance war da, man hätte sie nur zu packen brauchen. Einmal mehr hielt jedoch die Glarner Annahme dem Druck nicht stand, NUC rückte bedrohlich näher. Küng nahm sein zweites Timeout und machte einen taktischen Wechsel, doch die routinierten Einheimischen setzten sich schliesslich durch.

„Wir müssen endlich einen Satz gewinnen, um den Bann zu brechen“, meinte Captain de Azevedo Camargo nach dem Spiel. So nahe dran war Glaronia schon eine Weile nicht mehr gewesen. Die Glarnerinnen gaben sich alle Mühe, den Frust wegzustecken und im zweiten Spielabschnitt einen neuen Anlauf auf einen Teilerfolg zu nehmen. Dies ging eine Weile lang einigermassen gut, Glaronia führte mit 17:16, doch dann stockte des Glarner Angriffsspiel erneut. NUC zog nun resolut davon, und als sich ein weiterer Satzverlust abzeichnete, wechselte Küng erstmals Aebli für Rroco auf die Passeurposition; dies wohl auch im Hinblick auf den dritten Satz.

0:2 lagen die Glarnerinnen hinten, und das Déjà-vu brachte das noch vorhandene Selbstvertrauen vollends zum Verschwinden. Als NUC immer wieder punktete, wechselte Küng erneut die Zuspielerin, nahm auch verschiedene andere Mutationen vor und versuchte so, mindestens die Gegnerinnen zu überraschen. Ob ihm dies gelang, lässt sich schwer beurteilen, denn Glaronia verlor diesen Satz klar, wohl aber nicht wegen der ungewohnten Aufstellung, sondern einfach weil die Glarnerinnen nicht mehr an einen Erfolg glaubten.

Die erneute 0:3-Niederlage trifft das Glarner NLB-Team hart, das sich bemüht hat, endlich eine positive Wende zu erzwingen. Einmal mehr erweist es sich als eine schwierige Aufgabe, sich selbst Zuversicht einzureden, wenn die Resultate einfach fehlen. Sogar die gegnerischen Coaches wundern sich, warum die in der Qualifikation so erfolgreichen Glarnerinnen einfach nicht vom Fleck kommen. Die Situation ist vertrackt, und je mehr sich die Glarnerinnen gegen die Niederlagen stemmen, umso glückloser agieren sie. Unkonventionelle Rezepte sind gefragt.

Volleyball Frauen NLB Finalrunde:

VBC NUC II – VBC Glaronia 3:0 (26:24, 25:20, 25:16) Halle: La Riveraine, Neuchâtel – Zuschauer: 60 – Spieldauer: 66 Min. – Schiedsrichter: M. Kühne, J. van der Sluis

NUC II: Schreyer, Suriano, Petitat, Rossier, Sataric, Gossweiler, Portmann, Senn, Henriksen, Engel, Gudenkauf, Merminod.  Coach: A. Prununosa

Glaronia: Rroco, de Azevedo Camargo, Marjanovic, Hauri, Kamer, Schnyder, Rusterholz, Lenzinger, Aebli, Nicoli. Coach: P. Küng

Glaronia ohne Ludwig (krank) und ohne Feusi

 

 


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