Glaronia mit Fehlstart in die Abstiegsrunde

8. Februar 2018

In Ruswil finden sich die Glarner Volleyballerinnen mit der kleinen Halle und der Durchschlagskraft der besten Luzerner Spielerin nicht zurecht.

 

Spielertrainerin de Azevedo Camargo setzte grosse Hoffnungen in die Holländerin van der Helm, die seit Dezember im Team ist und Glaronia für die Abstiegsrunde verstärken soll. Die Ex-Galina-Spielerin trainiert nun wieder regelmässig und findet langsam zurück zur üblichen Form. Zumindest im ersten Satz war jedoch noch nicht viel davon zu sehen: Glaronia spielte mit wenig Selbstvertrauen, die Kombinationen funktionierten nicht und von eingespielten Automatismen sah man wenig. Die Taktik, Limacher-Emmengger, die 43-jährige Angreiferin, mit dem Service unter Druck zu setzen, funktionierte auch nicht. Die Schlüsselspielerin von Ruswil, die gleichzeitig auch Präsidentin ist und mehrere andere Funktionen hat, demonstrierte ihre Qualitäten in jeder Spielsituation. Wenn man eine solche Persönlichkeit auf dem Feld hat, braucht man keine Ausländerin im Team…

Glaronia geriet früh in Rückstand, und erst mit der Einwechslung von Duss und Lengacher rückte man wieder etwas näher an die Einheimischen heran. Aber der Satz war bereits verloren.

Etwas besser hielten die Glarnerinnen im zweiten Spielabschnitt mit: Nikolovska glich mit einem Ass zum 4:4 aus, doch Limacher-Emmengger reagierte mit einem erfolgreichen Angriff mitten durch den Glarner Dreierbock. Libera Aebli setzte van der Helm gut ein – jetzt lag Glaronia einen Punkt vorn. Doch bereits bei der nächsten Aktion schied die Holländerin verletzt aus. Lenzinger kam auf die Universalposition und löste diese Aufgabe gut, doch Glaronia war klar geschwächt. Neben der stärksten Luzernerin war es auch die junge Bachmann, die immer wieder erfolgreich punktete. Auch die Verteidigung von Ruswil zeigte eindeutig mehr, als diejenige der Glarnerinnen.

Glaronia lag mit zwei Sätzen zurück und musste sich dringend etwas einfallen lassen. Immerhin stand nun die Annahme gut, und Duss erwies sich als oft erfolgreiche Angreiferin. Auch Spielertrainerin de Azevedo Camargo war jetzt in guter Spiellaune, und Glaronia konnte einen Anfangsrückstand von 4:7 schnell wettmachen und in Führung geht. Es blieb aber eine Zitterpartie, denn mehrere Satzbälle konnten die Gäste nicht verwerten, bis man endlich einmal Limacher-Emmengger blocken und einen Teilerfolg buchen konnte.

Die routinierte Spielerin reagierte im vierten Satz: Immer öfters spielte sie Finten, und Glaronia kam leider vielfach zu spät. Lenzinger brachte mit einer Serie von druckvollen Services die Gäste nochmals ins Spiel, doch am Ende musste man sich einem Ruswil geschlagen geben, das zwar von der kleinen Halle profitierte, aber im Spiel einfach mehr Qualität zeigte.

Dies war ein ernüchternder Start in die Abstiegsrunde, und Glaronia setzt sich nun selbst unter Druck. Um bestehen zu können, müssen schnell verschiedene Schwächen beseitigt werden: Die Annahme sollte wieder stabiler werden, und vor allem Nikolovska muss so eingesetzt werden, dass sie punkten kann.

 

Volleyball Frauen NLB Qualifikation:

VB Fides Ruswil – VBC Glaronia 3:1 (25:19, 25:16, 27:29, 25:21) Halle: Dorfhalle Ruswil – Zuschauer: 60 – Spieldauer: 96 Min. – Schiedsrichter: P. Weber, A. Nasr Eddine

Glaronia: Rroco, Nikolovska, Lenzinger, Aebli, Marxer, Duss, Landolt, van der Helm, Lengacher. Spielertrainerin: T. de Azevedo Camargo

Ruswil: Bachmann, Bühler, Böbner, Blazevic, Furrer, Nicoli, Niederberger, Limacher, Kesten, Bogosavljevic, Bättig. Coach: P. Marti

 

Bemerkungen: Glaronia ohne Zwanenburg (verletzt) und ohne Sacher (Einsatz mit Jona 1. Liga).


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