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Glaronia spielt mit, aber geht leer aus


Raiffeisen Volley Glaronia ist auf Augenhöhe auch mit Gegnerinnen wie Sm’Aesch Pfeffingen, doch am Ende schaut nichts Zählbares heraus.


Guter Start der Glarnerinnen

Mit etwas Respekt ging Glaronia in die Partie, doch Angst hatte man vor den Baselbieterinnen, die in den letzten acht Jahren immer eine Medaille gewannen, keine. Im Gegenteil: Glaronia bot eine konzentrierte Leistung, machte Druck am Service und überzeugte im Angriff. Von den Annahmeschwächen der letzten Spiele sah man zu Beginn nicht viel. Natürlich wurden im Angriff erneut die Aussenangreiferinnen Ewelina Brzezińska und Daria Szczyrba forciert, doch die beiden Polinnen sind in Form und können mit dieser Belastung umgehen. Mit 17:14 Punkten lagen die Glarnerinnen vorn, als Gäste-Coach Timo Lippuner seine erste Auszeit nehmen musste. In der Folge zeigte Sm’Aesch eine starke Serie: Die Angriffe wurden schneller gespielt als auf der Glarner Netzseite und die doch leicht zu durchschauenden Glarner Aktionen, immer über die Aussenpositionen, erleichterten die Blockarbeit der Gäste. Als Folge ging der erste Satz dann an Sm’Aesch Pfeffingen.


Satzverlust wirkt nach

Drei ungenügende Blocks und zwei Annahmefehler und bereits lagen die Einheimischen mit 0:5 im Rückstand und Filip Brzeziński musste die erste Auszeit nehmen. Es folgte ein wuchtiger Angriff über die Aussenposition und Schritt für Schritt kam Raiffeisen Volley Glaronia zurück ins Spiel. Die beste Phase hatten die Einheimischen, als Ewelina Brzezińska am Service war. Es gelang ihr, den nötigen Druck zu machen, das Zusammenspiel von Block und Verteidigung klappte nun perfekt und Topscorerin Daria Szczyrba setzte sich vehement durch. Dies bewirkte allerdings nur ein Zwischenhoch, denn Sm’Aesch leistete sich weniger Fehler, setzte sich am Netz öfters durch und war schon bald nahe am erneuten Satzgewinn. Mit einem Doppelwechsel brachte Glaronia Michelle Egger und Nadja Djuric aufs Feld, was drei wertvolle Punkte brachte. Am Ende war es aber eine weitere, missglückte Aktion über den Glarner Mittelblock, die den Gästen den Satzgewinn brachte.


Sm’Aesch setzt sich standesgemäss durch

Die Partie blieb unterhaltsam, die Einheimischen hielten mit und Sm’Aesch Pfeffingen konnte es sich in keiner Situation erlauben, Ersatzspielerinnen einzusetzen. Allein dies ist schon ein Kompliment an Raiffeisen Volley Glaronia. Coach Timo Lippuner hielt immer an seiner Stammsechs fest. Joanna Mazzoleni, zog trotz Niederlage ein positives Fazit: «Die Gegnerinnen waren sehr erfahren, aber wir konnten gut mithalten, wie in den letzten Spielen. Auf unsere Leistung können wir stolz sein und ich bin überzeugt, im Rückspiel können wir Sm’Aesch noch mehr fordern.»


Assistenztrainer zieht Bilanz

Gian Aebli, neu auf der Glarner Trainerbank, analysiert die aktuelle Situation von Raiffeisen Volley Glaronia: «Wir sind auf allen Positionen gut besetzt, doch die Abstimmung zwischen Pass und Angriff stimmt noch nicht optimal. Es gelingt uns nicht immer, gute Annahmen oder starke Aktionen in der Verteidigung zu verwerten. So verlieren wir in Kürze fünf oder gar sechs Punkte, kämpfen uns dann aber meist zurück, wie nun gegen Sm’Aesch, als wir im zweiten Satz mit 2:10 hinten lagen. Solche Aussetzer dürfen nicht passieren, wenn wir in der NLA gewinnen wollen. Natürlich merkt man, dass wir weniger trainieren können als Sm’Aesch – deshalb stimmt auch die Abstimmung nicht immer. Aber wir steigern uns von Spiel zu Spiel.» Headcoach Filip Brzeziński sieht ebenfalls noch Luft nach oben: «Im Service können wir uns verbessern. Immerhin dürfen wir dieses Jahr einmal pro Woche in der Dreifachhalle trainieren – natürlich würde es uns helfen, noch öfters wie im Spiel servieren zu können.» Dies ist ein kleiner, aber nicht unwichtiger Unterschied im Vergleich zu den grossen Teams, aber bei Glaronia versucht man, unter den aktuellen Bedingungen das Beste herauszuholen.


Raiffeisen Volley Glaronia – Sm’Aesch Pfeffingen 0:3 (20:25, 22:25, 23:25) – Kantonsschule Glarus - 210 Zuschauer – Spieldauer: 74 Min. - Schiedsrichter: Y. Kälin, M. Stalder.

Raiffeisen Volley Glaronia: Mandelbaum, Brzezińska, Werfeli, Bulajic, Szczyrba, Mazzoleni, Schnyder, Djuric, Cembranos, Wirz, Egger, Reuther. Coach: F. Brzeziński, G. Aebli.

Sm’Aesch Pfeffingen: Capraro, Matter, Eichler, Haegele, Oude Luttikhuis, Uiato, Ammeter, Zernovic, Hellvig, Kneubühler, McKenzie, Engel, Saladin. Coach: T. Lippuner, A. Bektasevic.

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