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Raiffeisen Volley Glaronia mit eisernen Nerven

Die Glarner Volleyballerinnen geraten mehrmals massiv in Rücklage, holen sich aber nach hartem Kampf erneut zwei Punkte.


Genf demontiert Glarner Topscorerin

Die Genferinnen, mit denen Trainer Andi Vollmer einen Playoffplatz anstrebt, wollten sich unbedingt für die Niederlage gegen Toggenburg rehabilitieren und sie begannen mit viel Druck. Ihre Topscorerin Jody Larson servierte präzise auf die Glarner Topscorerin Daria Szczyrba oder dann zentimetergenau zwischen ihr und Ewelina Brzezińska; sie buchte damit sieben Punkte in Serie und brachte die Glarnerinnen völlig aus dem Konzept. Libera Romina Schnyder konnte auch nicht viel beitragen, um die desolate Annahme zu stabilisieren.


Früher Rückstand

Trainer Filip Brzeziński schaute dem Chaos auf dem Feld lange zu, wechselte dann Michelle Egger für Daria Szczyrba und nahm erst beim Spielstand von 2:11 die erste Auszeit. Die zweite folgte dann bei 9:24 – weshalb so spät, bleibt wohl sein Geheimnis, doch sein Rezept ging auf: Nach dem miserablen ersten Satz trat ein völlig verwandeltes Raiffeisen Volley Glaronia aufs Feld: Daria Szczyrba liess sich nicht mehr so verunsichern und Ivana Bulajic entlastete sie mit guten Aktionen in Angriff und Block. Am überzeugendsten war Glaronias Topscorerin, wenn sie aus dem Hinterfeld angriff – dann war sie kaum zu stoppen.


Raiffeisen Volley Glaronia gleicht aus

Es war die routinierte Ewelina Brzezińska, die den Satz beendete und auf 1:1 ausglich. Der dritte Satz stand dann im Zeichen von Mittelblockerin Lea Werfeli. Passeuse Mariah Mandelbaum hatte realisiert, dass die Aussenangreiferinnen einen schweren Stand hatten. Weil die Annahmen nun besser kamen, spielte sie immer wieder über die Mitte und Werfeli reüssierte fast bei jedem Ball. Trotzdem reichte es nicht, um mit den Gästen mitzuhalten, die druckvoll angriffen und exzellent blockten. 14:19 lagen die Einheimischen zurück, doch es gelang ihnen mit einer Willensleistung noch einmal auf 20:20 auszugleichen, am Ende hatte aber Genève Volley die Nase vorn und beendete den Satz typischerweise mit einem Serviceass.


Glarner Block legt zu

Bulajic, Brzezińska und Werfeli konnten sich am Block deutlich steigern. Die Gäste taten sich schwer, begannen vermehrt Finten zu spielen, die von der Glarner Libera oft abgefangen wurden. Die Partie wog hin und her, Die Genferinnen servierten weiterhin stark und profitierten genau in dieser kritischen Situation von einem erneuten Netzroller. Sie kamen zum Matchball, doch mit einem Dreimeterangriff wurde dieser von Szczyrba abgewehrt. Dann folgten ein starker Service von Jo Mazzoleni und gleich noch ein Ass der Mittelblockerin und Glaronia hatte in extremis den vierten Satz gewonnen.


Souveräne Glarnerinnen im Tiebreak

Erneut musste Glaronia in den Entscheidungssatz – bereits in Schaffhausen hatte dies bestens geklappt. Die Glarnerinnen gingen früh in Führung, weil Mazzoleni zweimal eine Finte gut erkannte und bereits am Block abfing. Dann punktete Altmeisterin Ewelina Brzezińska; ein Missverständnis und ein Angriff von Bulajic in den Block liessen Genf nochmals hoffen, am Ende aber gingen zwei hart erkämpfte Punkte an Glaronia. Es war kein Zufall, dass Szczyrba den Matchball mit einem weiteren Dreimeterangriff verwertete.


Brzezińska lobt ihr Team

«Es war ein harter Tag für uns Annahmespielerinnen und Angreiferinnen. Genf machte am Service unglaublich Druck, doch im Angriff war es noch schwieriger. Die Spielerinnen sind sehr gross, reichen mit den Händen weit übers Netz und manchmal hatte ich keinen Plan, was da noch zu machen war.» Trotzdem war die Polin ein wichtiges Element für den Glarner Erfolg, auch wenn sie den Teamgeist lobte, der schliesslich den Ausschlag gegeben hatte. Damit haben die Aufsteigerinnen aus dem Glarnerland eine Serie von drei Siegen hingelegt – wer hätte das erwartet.


Raiffeisen Volley Glaronia – Genève Volley 3:2 (9:25, 25:22, 21:25, 26:24, 15:13) – Kanti Glarus - 250 Zuschauer – Spieldauer: 115 Min. – Schiedsrichter: M. Becker, M. Ciemiega.

Raiffeisen Volley Glaronia: Mandelbaum, Brzezińska, Werfeli, Bulajic, Szczyrba, Mazzoleni, Schnyder, Djuric, Cembranos, Wirz, Egger, Reuther, Schädler. Coach: F. Brzeziński, S. Kaiser.

Genève Volley: Warren, Guscetti, Lyklema, Remy, Nowak, Brunat, Larson, Gillon, Szabo, Reesink, Aveni. Coach: A. Vollmer, M. Frisch.

Der Genfer Service kommt perfekt zwischen die beiden Polinnen Daria Szczyrba und Ewelina Brzezińska.

(Foto Olga Vartanyan)

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