Glaronia gewinnt Nervenspiel gegen Köniz
- sonjagazzoli
- 26. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
«Schade, dass wir gegen Bellinzona zwei Punkte verschenkt haben, aber dann holen wir diese im Spiel gegen Köniz – gegen stärkere Teams spielen wir immer besser», hatte Trainerin Evelyn Hösli die Partie am letzten Wochenende zusammengefasst. Sie sollte mit ihrer Prognose Recht bekommen.
Überraschende Glarner Dominanz
Raiffeisen Volley Glaronia begann selbstbewusst und wirkte in den ersten beiden Sätzen «synchron», wie Passeuse Chelsea Simmons festhielt: Annahme und Aufbau passten, dazu wurde konsequent und aggressiv abgeschlossen. Die 2:0-Führung mit 25:18 und 25:21 war entsprechend verdient. Glaronia hatte damit schon einen Punkt auf sicher und an diesem Teilerfolg gegen das als stark eingestufte Berner Team hatte die irisch-amerikanische Doppelbürgerin einen wichtigen Anteil: Sie zeigte eine starke kämpferische Leistung, überzeugte mit gutem Service in heiklen Situationen und setzte die erneut erfolgreichste Glarner Angreiferin Jana Šimanicová immer wieder geschickt ein.
Kein schneller Sieg
Dann kam der Bruch: Libera Gina Krättli, die bereits angeschlagen angetreten war, musste krankheitsbedingt vom Feld - eine Umstellung, die laut Ivana Bulajic «Stress ins Fundament» brachte. Die junge Ava Schifferle hatte nun die undankbare Aufgabe, in diesem gut harmonierenden Team eine Schlüsselposition zu übernehmen, und sie brachte zwar frische Energie, aber auch Unruhe ins System. Köniz nutzte das Momentum, gewann Satz drei (25:23) und glich im vierten Durchgang (25:21) zum 2:2 aus.
Starke Nerven
Im Entscheidungssatz wurde es zur Kopfsache und genau dort blieb Glaronia standhaft: Jana Šimanicová sprach nach dem Spiel von einem mental «eines der härtesten» Spiele der Saison, das das Team aber zusammengeschweisst habe. Entscheidend waren in der Schlussphase auch starke Serviceserien: Kristine Leskinovica hob besonders Bianca Vogel hervor, deren Aufschläge Glaronia mehrmals zurück in die Spur brachten. Am Ende stand ein 17:15 im Tie-Break - ein Heimsieg, der sich nach fünf Sätzen ehrlich erkämpft anfühlte.
Glaronia wieder auf Kurs
Nach der unerwarteten Tie-Break-Niederlage gegen Bellinzona liegen die Glarnerinnen nun wieder neun Punkte vor Volley Luzern und können mit einem weiteren Sieg einen möglichen Playout-Platz definitiv hinter sich lassen. Die nächste Chance dafür bietet sich bereits im Heimspiel gegen die jungen Eaglets aus Aarau.
Matchtelegramm
Raiffeisen Volley Glaronia – Volley Köniz 3:2 (25:18, 25:21, 23:25, 21:25, 17:15). – Kantonsschule Glarus – Schiedsrichter: N. Bernasconi/N. Hefti – Spieldauer: 110 Minuten.
Glaronia: Leskinovica, Heer, Šimanicová, Kololli, Coluccello, Simmons, Bulajic, Kamer, Sherlock, Vogel, Schoop; Liberas: Krättli, Schifferle. Coach: E. Hösli.
Köniz: Rodriguez Dubé, Pfann, Kummer, Grossen, Boillat, Gross, Zurlinden, Müller, Rohrer, Gabriel; Liberas: Hauri, Cuche. Coach: M. Frankova.
Matchblatt Köniz
Das nächste Heimspiel:
Sonntag, 1. Februar 2026 um 18.00 Uhr Kanti Glarus. Raiffeisen Volley Glaronia – Eaglets Volley Aarau

Sie musste auf die Zähne beissen: Libera Gina Krättli in Rot, hier mit Nicole Kamer, zeigte trotz Grippe eine starke Leistung (Foto Jaime Fernández del Río)



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