Glaronia lässt den Sieg liegen
Raiffeisen Volley Glaronia verliert gegen Sursee trotz einer 2:1-Satzführung mit 2:3. Nach einer schwierigen Trainingswoche zeigen die Glarnerinnen Moral, vergeben aber mit Eigenfehlern die Chance auf mehr als einen Punkt.
Schwierige Voraussetzungen
Der Start missriet gründlich. Unsicherheiten und Einzelaktionen prägten Glaronias Spiel, während Sursee mit den ehemaligen Glaronia-Spielerinnen Lea Werfeli und Linda Kronenberg effizient auftrat. Das 16:25 hatte eine Vorgeschichte: Zweimal hatte Glaronia unter der Woche ohne Zuspielerin trainieren müssen. Zudem brach sich Elina Heer am Freitag einen Finger, Janka Šimanicová fehlte wegen Krankheit am Abschlusstraining.
Glaronia zeigt sein Potenzial
Doch die Gastgeberinnen fingen sich. Vor ansehnlicher Kulisse erspielten sie sich im zweiten Satz einen deutlichen Vorsprung. Ivana Bulajic, Cosima Wildhaber und Janka Šimanicová sorgten für Punkte. Trotz eines kurzen Stockens vor dem Satzgewinn gelang mit 25:17 der Ausgleich. Im dritten Durchgang führte Glaronia rasch 5:0. Ungenaue Pässe bremsten zwar zwischenzeitlich den Angriff, doch Wildhaber setzte Sursee mit einer starken Serviceserie unter Druck. Bulajic punktete über die Diagonale, Šimanicová schloss mit einem gefühlvollen Lob zum 25:15 ab.
Die Entscheidung verpasst
Im vierten Umgang liessen die Glarnerinnen die Chance auf den Sieg liegen. Nach ausgeglichenem Verlauf führten Annahmefehler zum Rückstand. Die Gastgeberinnen kämpften sich nochmals auf 22:23 heran, doch ein weiterer Eigenfehler stoppte die Aufholjagd. Mit 22:25 ging der Satz an Sursee. Glaronia hatte seine Möglichkeiten, brachte aber gerade in der entscheidenden Phase zu wenig Ruhe und Präzision ins Spiel.
Zu viele Geschenke im Tiebreak
Auch im Entscheidungssatz fehlte die Konstanz. Konzentrationsmängel, ungenaue Zuspiele und schwache Abschlüsse erleichterten Sursee den Weg zum 15:9. Vor allem die Fehler der Gastgeberinnen entschieden diesen letzten Durchgang. So blieb nach grossem Aufwand ein einzelner Punkt. Die beiden deutlich gewonnenen Sätze zeigten das Potenzial Glaronias – für den Sieg hätte es weniger Geschenke gebraucht.

Era Kololli (6) versucht mit Konzentration am Service Druck zu machen. (Foto Jaime Fernández del Río)
Matchtelegramm
Raiffeisen Volley Glaronia – VBC Sursee 2:3 (16:25, 25:17, 25:15, 22:25, 9:15). – Kantonsschule Glarus. 120 Zuschauer – Schiedsrichter: S. Cejka, C. E. Castro. – Spieldauer: 96 Minuten.
Glaronia: Wildhaber, Šimanicová, Kololli, Murati, Ramadani, Reiser, Bulajic, Boudot, Hinder, Sherlock, Vogel, Büsser. Liberas: Marty, Schifferle. Coach: E. Hösli.
Sursee: Wobmann, Waldis, Gwerder, Trüssel, Wüest, Weiss, Röösli, Oehen, Blum, Kronenberg, Egli. Liberas: Kaufmann, Lang. Coach: A. Gautschi.



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